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Tagesausflug nach Penzberg

Als Gemeinschaftsunternehmen mit der Seniorenbörse haben wir am 10. September 2015 einen Tagesausflug nach Penzberg unternommen.

Moschee in PenzbergErstes Ziel war das Islamische Forum, die Penzberger Moschee, deren Imam Idris durch seine Auftritte in den Medien größere Aufmerksamkeit erhalten hat. Die Moschee erkennt man von außen erst auf den zweiten Blick. Und das war so gewollt, wie uns der 2. Imam, der uns fast drei Stunden lang Rede und Antwort stand, erläuterte.

GlasfensterAb 1963 kamen Gastarbeiter und nach 1990 viele Bosnier nach Penzberg. Heute gehören 25 Nationalitäten zur Gemeinde, die in der 16.000 Einwohner zählenden Stadt Penzberg ca. 1.000 Mitglieder, davon 250 Kinder, umfasst. Ziel war von Anfang an, sich in Gesellschaft und Umfeld zu integrieren. So wird auch in mehreren Sprachen, so wenigstens einmal monatlich in Deutsch und neuerdings auch in Englisch, gepredigt. Die Moschee wurde am 17. Oktober 2005 eingeweiht und begeht jetzt ihr 10-jähriges Bestehen.

Kurz gefasst wurden uns einige Grundsätze des Islam erklärt: fester Bestandteil jeder Moschee ist die nach Mekka ausgerichtete Gebetsnische und die Kanzel.

GlasfensterUnd die 5 Säulen des Islam wurden uns erläutert:

  1. Das Glaubensbekenntnis (es gibt nur einen Gott….).
  2. Fünf Gebete täglich muss der gläubige Moslem verrichten, das erste vor Sonnenaufgang, er kann die Zeiten aber auch flexibel handhaben.
  3. Die Einhaltung des Fastenmonats Ramadan (immer der neunte Monat des arabischen Kalenders).
  4. Spenden (2,5 % dessen, was nach allen Ausgaben übrig bleibt).
  5. Die Pilgerreise nach Mekka.

Mit den vielen Fragen, die gestellt wurden, blieb für die Besichtigung der Räumlichkeiten gar keine Zeit mehr, um wenigstens halbwegs rechtzeitig unser Lokal zum Mittagessen zu erreichen.

Campendonk-Glasfenster in der ChristkönigskircheNach dem Essen besichtigten wir die Christkönigskirche, in der sich zwei von dem zur Gruppe “Blauer Reiter” zählenden Künstler Heinrich Campendonk gestaltete Glasfenster befinden. Es sind das bei der Weltausstellung 1937 mit dem Grand Prix ausgezeichnete “Passionsfenster” und das als Entwurf für den Kölner Dom gestaltete “Jesaja”-Fenster. Für den aus 89 Werken bestehenden Nachlass des Künstlers, der von der Familie Mast gekauft und der Stadt Penzberg für 15 Jahre als Leihgabe überlassen wurde, wird gerade das Stadtmuseum umgebaut.

BergwerksmuseumPenzberg war bis 1966 Bergbaustadt. Und in dem 2013 neu eröffneten Bergwerksmuseum, das wir zum Abschluss noch besuchten, wird sehr anschaulich über die Geschichte des Bergbaus in Penzberg und den Arbeitsalltag der Bergleute berichtet. Es war ein informativer und interessanter Besuch. Damit war ein ausgefüllter Tag zu Ende und wir fuhren um 17 Uhr mit dem Zug nach München zurück.
Text: Manfred Kleeberger  
Foto: Gudrun Hoffmann