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Besuch beim Nachrichtenmagazin FOCUS„Nichts ist so alt wie die Zeitung von gestern“
Dieter Lang stellte SeniorenNet Süd e.V. vor, danach berichtete Uli Martin, wie eine FOCUS-Ausgabe entsteht.Die 1. Ausgabe erschien am 18. Januar 1993, nach einer zweijährigen Anlaufphase. Zunächst wurden nur 150.000 Exemplare gedruckt, heute sind es 614.000. Zahl der Leser: 5,35 Millionen, unter ihnen mehr Männer als Frauen. Herausgeber und Chefredakteur ist Helmut Markwort. In München ist die Zentrale des FOCUS. Darüber hinaus gibt zwei Büros in Berlin, je eines in Hamburg, Düsseldorf und Frankfurt /M. Die Druckerei befindet sich in Offenburg. Der FOCUS hat mehr als 200 festangestellte Redakteure. Hinzukommen die Grafiker, die für das Layout zuständig sind. Die Fotografen, die das Bildmaterial liefern, sind meist freie Mitarbeiter. Jeden Tag findet eine Ressortleiterkonferenz statt, auf der die Themen der neuen Ausgabe entwickelt und diskutiert werden. Jeweils mittwochs werden die mittleren Seiten gedruckt. Redaktionsschluss für die besonders aktuellen Eingangs- und Schlussseiten ist freitags um Mitternacht. Flattert eine brandaktuelle Nachricht auf den Tisch, können die Druckmaschinen noch in letzter Minute angehalten werden. Was den FOCUS kennzeichnet: Nachrichten werden schnell auf den Punkt gebracht und sind nutzwertorientiert. Die Bereiche Kultur, Wirtschaft und Gesellschaft haben Vorrang vor politisch-zeitgeschichtlichen Themen. Besonders hervorzuheben ist der sorgfältige Faktencheck. Die Beiträge werden vom jeweiligen Ressortleiter und Chefradakteur gegengelesen, mitsamt Änderungen an die Dokumentation weitergeleitet und dort auf Herz und Nieren überprüft. Im Internet kann man übrigens unter http://www.focus.de/ die neuesten Nachrichten lesen. FOCUS online entwickelt sich sehr positiv, während das Nachrichtenmagazin selbst wie alle Zeitungen und Zeitschriften aufgrund von Anzeigenverslust die Finanz- und Wirtschaftskrise zu spüren bekommt.
Im neuen Jahr fängt ein neuer Chefredakteur an. Sicher wird sich dann auch einiges bei FOCUS ändern. Helmut Markwort bleibt indes Herausgeber und ist weiterhin präsent. Als wir uns verabschiedeten, kam uns Helmut Markwort entgegen – krönender Abschluss eines höchst informativen Nachmittags. Ein großes Dankeschön an die Mitarbeiter des FOCUS und an Hans-Werner Dünnebacke, der den Kontakt zu FOCUS hergestellt und das Treffen vereinbart hat. |