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Besuch beim Nachrichtenmagazin FOCUS

„Nichts ist so alt wie die Zeitung von gestern“
SNS e. V. beim Nachrichtenmagazin FOCUS

Mitglieder des SeniorenNet Süd zu Besuch beim Nachrichtenmagazin FOCUSAm 14. Dezember 2009 um 14 Uhr 45 trafen sich  bei klirrendem Frost an der Endstation der U4 „Arabellapark“  16 unentwegte SNSlerInnen, um an einer FOCUS-Besichtigung teilzunehmen. Am Empfang erhielten wir Besucherpässe, und während  wir warteten, blickten Andy Warhols Marylins  auf uns herab. Im Konferenzraum der Ressortleiter begrüßten uns Medien-Ressortleiter Uli Martin und Pressereferentin Cornelia Tiller. Auf jedem Besucherplatz lagen je drei verschiedene FOCUS-Publikationen, ein Notizblock, ein Kugelschreiber und ein Schlüsselanhänger.

Dieter Lang stellte SeniorenNet Süd e.V. vor, danach berichtete Uli Martin, wie eine FOCUS-Ausgabe entsteht.Die 1. Ausgabe erschien am 18. Januar 1993, nach einer zweijährigen Anlaufphase. Zunächst wurden nur 150.000 Exemplare gedruckt, heute sind es 614.000. Zahl der Leser: 5,35 Millionen, unter ihnen mehr Männer als Frauen. Herausgeber und Chefredakteur ist Helmut Markwort. In München ist die Zentrale des FOCUS. Darüber hinaus gibt zwei Büros in Berlin, je eines in Hamburg, Düsseldorf und Frankfurt /M. Die Druckerei befindet sich in Offenburg. Der FOCUS hat mehr als 200 festangestellte Redakteure. Hinzukommen die Grafiker, die für das Layout zuständig sind. Die Fotografen, die das Bildmaterial liefern, sind meist freie Mitarbeiter.Uli Martin vom FOCUS berichtet, wie eine FOCUS-Ausgabe entsteht

Jeden Tag findet eine Ressortleiterkonferenz statt, auf der die Themen der neuen Ausgabe entwickelt und diskutiert werden. Jeweils mittwochs werden die mittleren Seiten gedruckt. Redaktionsschluss für die besonders aktuellen Eingangs- und  Schlussseiten ist freitags um Mitternacht. Flattert eine brandaktuelle Nachricht auf den Tisch, können die Druckmaschinen noch in letzter Minute angehalten werden. Was den FOCUS kennzeichnet: Nachrichten werden schnell auf den Punkt gebracht und sind nutzwertorientiert.

Die Bereiche Kultur, Wirtschaft und Gesellschaft haben Vorrang vor politisch-zeitgeschichtlichen Themen. Besonders hervorzuheben ist der sorgfältige Faktencheck. Die Beiträge werden vom jeweiligen Ressortleiter und Chefradakteur gegengelesen, mitsamt Änderungen an die Dokumentation weitergeleitet  und dort auf Herz und Nieren überprüft. Im Internet kann man übrigens unter http://www.focus.de/  die neuesten Nachrichten lesen. FOCUS online entwickelt sich sehr positiv, während das Nachrichtenmagazin selbst wie alle Zeitungen und Zeitschriften aufgrund von Anzeigenverslust die Finanz- und Wirtschaftskrise zu spüren bekommt.

Christoph Sieverding führte uns in die Arbeit der Grafiker einAbschließend führte uns Christoph Sieverding in die Arbeit der Grafiker ein. Man unterscheidet bei FOCUS drei Abteilungen: Titelgrafik, Layout und Infografik. Besonders aufwändig in der Herstellung sind die Diagramme, Karten und Illustrationen der  Infografiker. Sie visualisieren Zahlen und Daten: Auf einen Blick vermag der Leser den Kern einer Information zu erfassen. Wir hatten viele Fragen, und die Zeit verging im Nu. Zum Schluss  gingen wir noch in die Layout-Abteilung, wo der FOCUS zusammengebaut wird. Wir sahen die Blätter, auf denen das Layout skizziert wird.  Eine Grafikerin zeigte uns, wie Bilder am Computer bearbeitet werden, die Texte werden erst später in das Layout eingefügt.

Im neuen Jahr fängt ein neuer Chefredakteur an. Sicher wird sich dann auch einiges bei FOCUS ändern. Helmut Markwort bleibt indes Herausgeber und ist weiterhin präsent. Als wir uns verabschiedeten, kam uns Helmut Markwort entgegen –  krönender Abschluss eines höchst informativen Nachmittags. Ein großes Dankeschön an die Mitarbeiter des FOCUS und an Hans-Werner Dünnebacke, der den Kontakt zu FOCUS hergestellt und das Treffen vereinbart hat.
Text: Erika Bruchmann. Fotos: Dieter Lang

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