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Wanderung am Tegernsee mit Museumsbesuch
und Betriebsbesichtigung

Als GemBlick auf den Tegernseeeinschaftsveranstaltung mit der Seniorenbörse fuhren wir am 16. Juli zum Tegernsee. Erstes Ziel war das Gulbransson-Museum, in dem wir uns nicht nur die Dauerausstellung mit Bildern von Olaf Gulbransson und Karikaturen aus dem Simplizissimus, sondern auch die derzeit laufende Sonderausstellung  mit Werken des Glasmalers Josef Oberberger anschauten. Glasfenster im Regensburger Dom sowie in den Domen von Augsburg, Luxemburg und Naumburg stammen von dem Künstler. Darüber hinaus sind in der Ausstellung  viele sogenannte Kabinettscheiben  zu sehen, die für private Sammlungen entworfen  und von der Mayer´schen Hofkunstanstalt angefertigt wurden.

Die Wandergruppe Nach dieser ersten geistigen Anregung spazierten wir zum Herzoglichen Bräustüberl, wo wir uns mit leiblichen Genüssen auf die Wanderung auf dem Tegernseer Höhenweg nach Gmund vorbereiteten. Hatten wir an der Seeuferpromenade zunächst noch ein kühlendes Lüftchen, so erwies sich der zweistündige – immer wieder von schönen Ausblicken auf den See begleitete Weg nach Gmund bei Temperaturen über 30 Grad für einige doch als Herausforderung.

Für den letzten Programmpunkt unseres Tagesausflugs – die Betriebsführung in der Büttenpapierfabrik Gmund – hatten wir eine zeitliche Vorgabe, aber wir waren eine Viertelstunde vorher da. Und diese Führung erwies sich als sehr interessant und gab uns Einblick in die Herstellung von teurem Papier, das u. a. auch bei der Oscar-Verleihung in Amerika seinen Platz findet.

Maschinen in der Büttenpapierfabrik GmundDass die Fabrik in der Oberliga von nur 10 vergleichbaren Herstellern weltweit spielt, sahen wir bereits im Lager, wo u. a. Paletten zum Versand nach Korea und Südamerika standen. Erstaunlich, dass noch Maschinen aus den Jahren 1870 und 1930 im Einsatz sind und ihre Aufgabe erfüllen. Im großen Rührkessel wird das aus Portugal angelieferte Rohmaterial – Zellulose in weißen Platten – zu einem Brei aufgelöst und je nach Bedarf mit Farbe oder sonstigen Zutaten gemischt. Auf zwei je 60 Meter langen Papiermaschinen wird der Brei zu Papierbahnen, die anschießend in Rollen oder großen Papierbögen ins Lager kommen.

Bei der unglaubIn der Büttenpapierfabrik Gmundlich großen Vielfalt an Papiersorten und Farbvarianten, die hergestellt werden, sagten wie uns, dass ohne EDV-Steuerung die Produktion gar nicht möglich wäre (und fragten uns, welch aufwendiges Programm dafür nötig ist – aber das hätte den Rahmen der Führung gesprengt). Wir waren uns einig, dass wir Papier jetzt anders betrachten; und nachdem wir uns in der Eisdiele noch eine Abkühlung gegönnt hatten, fuhren wir voller Eindrücke mit der BOB nach München zurück.

Text: Manfred Kleeberger        Fotos:Gudrun Hoffmann