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Aschermittwoch-Wanderung am Schliersee

Schliersee mit Blick auf die Pfarrkirche St. Sixtus Die erste Wanderung in diesem Jahr führte uns an den Schliersee. Vor jeder Planung steht immer ein großes Fragezeichen: welches Datum soll ich wählen? Wie wird wohl das Wetter? Nun ja, wenn es um den Aschermittwoch geht, steht das Datum fest – das Wetter liefert uns „Petrus“. Und meistens meint er es gut mit uns. So auch am 18. Februar. Die Teilnehmer (16 Frauen und 3 Männer) waren alle pünktlich am Treffpunkt. Noch flugs die Bob-Tickets aus dem Automaten geholt und schon konnten wir alle einen Sitzplatz ergattern auf der Fahrt nach Schliersee. Monika brachte sich tatkräftig ein und kassierte die anteiligen Fahrkosten.

Als wir ankamen lugte die Sonne schon zaghaft aus dem Wolken-Nebel-Meer. Sie brauchte dann noch eine gute Stunde, bis sie uns in voller Pracht einen sonnigen Tag bescherte. Die Wanderung fiel dann doch etwas kürzer aus als ursprünglich geplant, aber immerhin hat die Stunde an der frischen Luft unseren Appetit angeregt. Die Wege waren zum Teil noch ziemlich vereist.

Und so waren wir Restaurant Hofhaus am See15 Minuten früher im Restaurant „Hofhaus am See“. Das Hofhaus wurde im 17. Jahrhundert errichtet. Es wurde im Laufe der Jahrhunderte aufgestockt und mehrfach umgebaut, erhielt Stuckdecken und eine prachtvolle Fassade. Beides steht heute unter Denkmalschutz. Für uns war ein gemütlicher Gastraum reserviert. Das Restaurant ist wegen seiner Fischgerichte sehr beliebt und ein Großteil der Teilnehmer hatte sich für Fisch entschieden. Doch es konnten auch alle anderen Gerichte a la carte bestellt werden. Wir wurden freundlich und flink bedient.

Ohne Reservierung ist im Hofhaus am See am Aschermittwoch kein Platz zu bekommen. Nach dem Essen hatten wir genügend Zeit, uns von der Sonne aufwärmen zu lassen und uns die Füße zu vertreten. In der katholischen Pfarrkirche St. Sixtus konnten wir die an den alten Kirchenbänken angebrachten Namensschilder bewundern, die man heutzutage nur noch selten in Kirchen findet. Um 15 Uhr waren wir alle im Zug nach Agatharied.

Führung durch die Destillerie LantenhammerDer Besuch der Erlebnisdestillerie „Lantenhammer“ sollte den Ausflug abrunden. Bei der ausführlichen Schilderung durch den Brandmeister haben wir erfahren, aus welchen Anbaugebieten die Früchte und Beeren kommen, was den Preis- und Qualitätsunterschied zwischen Edel-Obstbränden und in den Supermärkten erhältlichen Spirituosen ausmacht und wie die Brände hergestellt werden. Er führte uns durch die verschiedenen Fertigungsräume mit Kesseln aus Kupfer und einer Vielzahl von wertvollen Steingutbehältern, in denen die Brände über Jahre gelagert werden und reifen können.

Edelbrände der Destillerie LantenhammerNatürlich durfte die Verkostung nicht fehlen. Im 1. Stock erwartete uns eine „Bar“ mit einer Auswahl der Brände und Liköre. Unter Williams, Wilde Himbeere, Mirabelle, Kräuter, Nuss oder Enzian konnte jeder seinen Lieblingsbrand finden. Eineinhalb Stunden interessiertes Zuhören und Stehen auf dem Betonboden, das ging schon ins Kreuz, war jedoch bei der feuchtfröhlichen Verkostung schnell vergessen. Um 18:00 Uhr saßen wir wieder im Zug Richtung München und waren uns einig: das war ein wunderschöner Tag.
Text: Hannelore Pierer, Fotos: Gisela Glass