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Besuch im Leibniz Zentrum für Virtuelle Realität am 10. Juli 2014

Unsere erstaunlicherweise relativ kleine Gruppe von 13 Personen erlebte eine sehr interessante und umfangreiche Vorführung durch den uns schon bekannten Wissenschaftler Rainer Oesmann vom LRZ. Wir durften allesamt persönlich teilnehmen und erleben, was die moderne Wissenschaft so alles imstande ist zu vermitteln, zu visualisieren, ja, sogar „in Echt“ zu empfinden.

Powerwall mit einer Projektionsfläche von 6m x 3,15m Dieses Zentrum für Virtuelle Realität und Visualisierung (V2C), allgemeinverständlich wohl mit 3D – Visualisierung zu umschreiben, wurde erst im Herbst 2012 eröffnet. Schon in der Planungsphase musste die spätere Funktionalität berücksichtigt werden. In der Gestalt, dass die hochspezialisierte „Leinwand“, die natürlich aus einem Spezialglas besteht, mit ihren Maßen von 6 x 3,15 m Bildfläche, über das Dach, hängend nur an zahlreichen Saugnäpfen, an ihren Platz manövriert werden musste.

Die hochkomplizierte Technik sei mit nur einem Satz kurz angerissen: „Die Powerwall, also die Projektionsfläche, wird von der Rückseite projiziert, um einen potentiellen Schattenwurf eines Betrachters oder Präsentators zu vermeiden. Damit eine hochwertige Bildqualität erreicht werden kann, wird sie mit zwei Sony 4K Projektoren betrieben. Auf diese Weise ist es möglich, lichtstarke 3D Graphik bei stereoskopischer Darstellung in einer 4-fachen HD Auflösung (4096 x 2160 Pixel) in Echtzeit zu projizieren. Die Projektion erfolgt mittels passiver Stereodarstellung“.  Na – alles verstanden?

Im Würfel, der 5-seitigen ProjektionsinstallationDas Visualisierungszentrum wird ergänzt durch eine 5-seitige Projektionsinstallation; sie simuliert die Umgebungen und Modelle können damit förmlich betreten werden. Hierbei befindet sich der Betrachter in einem Würfel mit projizierten Seitenflächen, Boden und Decke, welche sein Blickfeld vollständig abdecken. Im Gegensatz zur Powerwall gewinnt der Benutzer nicht nur den Eindruck, mit einer virtuellen Welt zu interagieren, er hat das Gefühl sich förmlich in ihr zu befinden.

Wichtig jedenfalls war, was so alles, wissenschaftlich sinnvoll, mit dieser Anlage angestellt werden kann. Und das wurde uns eindrucksvoll vorgeführt. Angefangen mit einer metergroßen Projektion des Skeletts des kleinsten Chamäleons der Welt ( 15 mm ) über Hinweise der möglichen und praktizierten, bildschirmunterstützten Operation im Epilepsiezentrum eines menschlichen Gehirns bis hin zu „persönlicher Teilnahme“ der Begehung einer frühgeschichtlichen Grabstätte.

Terrainvisualisierung - extrem hochaufgelöste LandschaftsdatenLetzteres und das abschließende Eintauchen in filigrane Einzelheiten einer projizierten, in Wirklichkeit 56 mal 85 km großen Alpenlandschaft, wurde extrem realistisch durch eine sogenannte „Shutter – Brille „, ermöglicht. Also ähnlich der bekannten 3D-Brille im Kino. Diese Vorführungen waren dermaßen echt – dass mir bei der Grabbegehung vor lauter Kopfeinziehen unter virtuellen Deckenbalken schwindelig wurde und ich auf die Vorführung des Spaziergangs über schwindelerregende Alpenpässe freiwillig verzichtete. Die einhellige Meinung war: Beeindruckend und manchmal sensationell.
Bericht Hans-Werner Dünnebacke
ergänzt und bebildert von Gisela Glass

Weitergehende Informationen über das Zentrum für Virtuelle Realität und Visualisierung (V2C)